Weltlachtag – Schorsch Bross ist ein Profi der Unterhaltung und ein “glücklicher Mensch”, seit er mit seinem artistischen Humor die Menschen zum Lachen bringt.

Günter Flegel vom Fränkischen Tag schreibt:

Rudendorf – Er sitzt auf einem Einrad, balanciert einen Sonnenschirm auf der Stirn, jongliert dabei mit fünf Ringen und reißt einen witzigen Spruch nach dem anderen.

Wer Schorsch Bross bei einem seiner Auftzritte beobachtet, glaubt ihm aufs Wort, dass Humor eine ernst Angelegenheit ist. Der Entertainer, der in München geboren wurd und seit 1990 in Rudendorf bei Ebelsbach lebt, betont das Wort “Künstler”, wenn er von seiner Arbeit als professioneller Unterhaltungskünstler spricht.

Vor allem große Firmen engagieren den Wahl-Rudendorfer für große Galaveranstaltungen. Schorsch Bross ist nicht zuletzt auch ein Verwandlungskünstler, der in die unterschiedlichsten Rollen schlüpft. Bei einer Veranstaltung der Volksfürsorge saß er als “Experte” in der Runde einer Podiumsdiskussion, die er am Ende mit immer skurrileren Beiträgen “sprengte”.

Berühmt ist sein Auftritt als Kellner, der sich erst ganz normal verhält und am ENde den ganzen Saal aufmischt. “Sie glauben gar nicht, wie lustig die Frage sein kann, ob jemand ein Glas Wasser möchte”, erzählt der Rudendorfer Unterhaltungskünstler unserer Zeitung zum Weltlachtrag am morgigen Sonntag (6. Mai).

Wie macht man das Lachen zum Beruf? Schorsch Bross, der eigentlich Jörg Treiber heißt, lacht durchs Telefon; aber wer auf die ernst gemeinte Frage eine Aneinanderreihung von Gags erwartet, liegt bei dem einstigen Maschinenbauingenieur falsch. Er analysiert seinen Weg von der Technik zum Humor so präzise wie eine Problemstellung in seinem früheren Beruf. Das sportliche Talent war das eine, sagt Schorsch Bross. Eigentlich wollte er Windsurfen zum Beruf machen, betrieb Leistungssport bis zu einer Verletzung, die ihn letztlich zur Artistik brachte. “Dafür bin ich dem da oben dankbar”, sagt Schorsch Bross.

Lachen in der Chefetage

Richtig lustig findet er, dass er heute als Unterhaltungsprofi “fast mit den gleichen Kunden zu tun hat wie damals als Ingenieur”. Seine Arbeit führt ihn in die Chefetagen der größten Unternehmen. “Fast wie früher der Hofnarr. Der war ja auch ganz nah’ beim König”, sagt der Rudendorfer. Seine Erfahrungen aus dem “ersten Leben” als Jörg Treiber kommen Schorsch Bross da sehr zupass: “Ich bin ja nicht zuletzt auch Dienstleister und Geschäftsmann. Ich verkaufe gute Unterhaltung.”

Und das macht Schorsch Bross so erfolgreich und mit so viel Spaß, dass er heute nach eigenen Worten ein glücklicherer Mensch ist als Jörg Treiber. “Menschen lachen gerne. Es ist auch eine Form von Kommunikation. Der Gag, der einmal trifft, kann beim nächstzen Mal total daneben gehen.” Das Jonglieren mit Ringen “bringe ich Ihnen in einer halben Stunde bei”, sagt er. Das ist ein Teil der ernsten Angelegenheit Humor. Den anderen Teil kann man nicht lernen. Das Talent für das richtige Wort zur richtigen Zeit am rechten Platz muss angeboren sein. Schorsch Bross hat es!

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